Rezensionen
【Test】Cherry Audio GX-80: Die Verschmelzung der legendären „GX-1“ und „CS-80“ zum ultimativen cineastischen Vintage-Synth
Bewertung: 4.8 / 5.0
Der „GX-80“ von Cherry Audio ist ein beispielloser Software-Synthesizer, der die Schaltkreise und Funktionen des legendären analogen Synthesizers „Yamaha CS-80“, bekannt durch Vangelis, und seines Vorgängers, der extrem seltenen „Yamaha GX-1“, auch „Dream Machine“ genannt, vereint.
Er ist nicht nur eine bloße Emulation des CS-80, sondern bietet auch die für die GX-1 typischen Oszillatorwellenformen und Filterdesigns, zusätzliche Oktavstimmen und zwei völlig unabhängige Layer-Strukturen. Durch die überwältigende Kosten-Nutzen-Relation hat er unmittelbar nach der Veröffentlichung in der weltweiten Synthesizer-Community enthusiastische Unterstützung gefunden.
In diesem Artikel legen wir den Schwerpunkt auf Bewertungen und Diskussionen im KVR Audio Forum, auf Reddit und in spezialisierten YouTube-Kanälen für Synthesizer und testen gründlich die wahre Stärke dieses Produkts im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie dem Arturia CS-80 V.
1. Bewertungstendenzen in den verschiedenen Community-Plattformen
Der GX-80 erntet in der Community großes Lob für seine „überwältigende klangliche Überzeugungskraft“ und seinen „unglaublich niedrigen Preis“.
- Vergleichsdiskussionen im KVR Audio Forum: Im KVR-Forum werden häufig detaillierte Vergleiche mit dem „CS-80 V“ von Arturia angestellt. Viele Nutzer bewerten: „Die Arturia-Version ist ebenfalls raffiniert, aber in Bezug auf die Klebrigkeit der mittleren und tiefen Lagen und die ‚organische Schwere‘, die durch das Zusammenspiel von Hochpass- und Tiefpassfiltern entsteht, ist der GX-80 eindeutig authentischer.“ Auch die Flexibilität, die GX-1-Stimmstrukturen kombinieren zu können, wird als „einzigartiges Hybrid-Erlebnis“ hochgelobt.
- Diskussionen auf Reddit (r/synthesizers, r/AudioPlugins): Auf Reddit hat sich die Bewertung als „Cherry Audios bestes Werk aller Zeiten“ etabliert. Besonders die vollständige Unterstützung von polyphonem Aftertouch und MPE (MIDI Polyphonic Expression) wird hoch geschätzt. Begeistert heißt es: „In Kombination mit modernen expressiven Controllern wie Osmose oder LinnStrument wird der Sound aus dem Film ‚Blade Runner‘ sofort vollständig wiederbelebt.“
- YouTube-Reviews (Starsky Carr, Tim Shoebridge u. a.): In den Testvideos bekannter Synth-Reviewer auf YouTube werden das Verhalten des Ribbon-Controllers des Originals und das überwältigende Stereobild beim Übereinanderlegen der beiden unabhängigen Layer (Ranks) demonstriert. Viele Reviews kommen zu dem Schluss: „Dass ein Synthesizer dieser Qualität für unter 100 Dollar erhältlich ist, ist eine Sensation in der Branche.“
2. Enthaltene Hauptmodule und Architektur
Basierend auf der intuitiven Slider-Bedienung des CS-80 werden die Monster-Funktionen der GX-1 nahtlos integriert.
| Modultyp | Merkmale und Community-Bewertung |
|---|---|
| Dual-Layer-Struktur | Im oberen (Rank 1) und unteren (Rank 2) Bereich befinden sich jeweils unabhängige, vollständige Synthesizer-Engines. Durch Split oder Layer lassen sich verrückte Stack-Sounds mit bis zu 16 Stimmen aufbauen. |
| CS-80 & GX-1 Hybrid-OSC | Zusätzlich zu den Standard-Puls- und Sägezahnwellenformen sind die für die GX-1 typischen Dreieck-Puls- und Oktav-auf/ab-Wellenformen enthalten. Sie erzeugen einzigartige Obertöne, die mit normalen Subtraktions-Synths nicht möglich sind. |
| Serielle Dual-Filter | Ein 12dB/Okt Hochpass- und ein Tiefpassfilter sind in Reihe geschaltet. Die dadurch erzielte charakteristische „vokalartige Resonanz“ wird perfekt reproduziert. |
| Ribbon-Controller & MPE | Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein Ribbon-Controller für sanftes Pitch-Bending und Filter-Modulation. Durch polyphones Aftertouch ist eine unabhängige Vibrato-Darstellung pro Taste möglich. |
3. Klangqualität: Vollständige Reproduktion der „Bläser und Leads“, die die Filmgeschichte geprägt haben
Zusammenfassend lässt sich die Meinung der Community dahingehend deuten, dass der Sound des GX-80 eine „überwältigende cineastische Dimension“ besitzt.
- Der ikonische Blade-Runner-Brass: Der legendäre Synth-Brass, bei dem sich durch Aftertouch das Filter öffnet und ein reiches Vibrato natürlich folgt, erreicht eine Perfektion, die einem schon beim ersten Ton eine Gänsehaut beschert.
- Kristalline Töne von der GX-1: Durch die Nutzung der Oszillatormodi der GX-1 werden Klangbereiche abgedeckt, die mit normalen CS-80-Klonen nicht möglich sind, wie perkussive Orgelklänge oder glitzernde, melancholische Lead-Sounds.
4. Bedienbarkeit, CPU-Last und UI-Herausforderungen
- Intuitive, aber informationsreiche UI: Da das ursprüngliche Layout des Hardware-Geräts mit Slidern übernommen wurde, ist die Gesamtübersicht der Parameter auf einen Blick erfassbar. Andererseits ist der Bildschirm durch die zwei Layer plus Effektsektion mit Slidern gefüllt, sodass auf kleinen Monitoren wie denen von Laptops eine gewisse Eingewöhnung für die Sichtbarkeit erforderlich ist.
- Erstaunliche CPU-Optimierung: Obwohl zwei riesige analoge Schaltkreise und hochwertige Effekte (Chorus, Rotary, Delay, Reverb) gleichzeitig laufen, ist die CPU-Last sehr gut optimiert; selbst mehrere Instanzen in einem Projekt laufen flüssig.
Zusammenfassung der Vor- und Nachteile
Positive Aspekte (Pros)
- Einzigartige Sound-Engine, die CS-80 und GX-1 vereint.
- Filterverhalten und analoge Textur, die vom Original nicht zu unterscheiden sind.
- Vollständige Unterstützung für polyphones Aftertouch und MPE.
- Überwältigendes Preis-Leistungs-Verhältnis (zerstörerische Preisgestaltung).
- Hochwertige integrierte Effekte und intuitiver Ribbon-Controller.
Punkte, die auffielen (Cons)
- Dicht gedrängte Slider-UI: Viele Regler auf dem Bildschirm, auf kleinen Displays etwas schwieriger zu bedienen.
- Eigenheiten des Originals: Die Hüllkurve mit Schwerpunkt auf Attack/Decay statt üblichem ADSR erfordert Eingewöhnung.
Gesamtfazit: Ein unverzichtbares Instrument für alle Musiker, die cineastische Klänge lieben
Der Cherry Audio GX-80 ist nicht nur eine Neuauflage eines Vintage-Synths, sondern ein Wunder-Plugin, das den Traum verwirklicht: „Was wäre, wenn Yamaha eine vollständige Kombination aus GX-1 und CS-80 gebaut hätte?“
Wie die Begeisterung der Community zeigt, entfaltet dieser schwere, ausdrucksstarke analoge Ton eine unvergleichliche Kraft bei der Produktion von Filmmusik, Synthwave, Ambient und Progressive Rock. Wenn Sie unvergleichliche Ausdruckskraft und Klangqualität zu einem erschwinglichen Preis erhalten möchten, ist dies ein Meisterwerk, das Sie ohne Zögern anschaffen sollten.
【Tipps】Cherry Audio GX-80: Legendäre Bässe und Modulation meistern
Der Cherry Audio GX-80 ist ein Traum-Plugin, das den legendären Synthesizer „Yamaha CS-80“, berühmt durch Vangelis, und seine mythische Quelle, die riesige Monster-Maschine „GX-1“, vereint. Wir stellen ausgefallene und ausgefeilte Sound-Design-Tipps vor, die in der internationalen Community erforscht werden und über die bloße Reproduktion des „Blade Runner“-Sounds hinausgehen.
1. Rhythmische Drones mit der Hüllkurve (IL) des Ringmodulators
Der Ringmodulator, ein Markenzeichen von CS-80/GX-80, dient nicht nur zur Erzeugung glockenartiger Metallklänge. * Abwärts-Modulation durch Hüllkurve: Der Ring-Mod-Sektion ist eine eigene Hüllkurve (IL) zugeordnet. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit der MOD (LFO) extrem, setzen Sie den Attack der IL auf Null und den Decay kurz, um die Frequenz der Ringmodulation wie niederzuschlagen. Dadurch entstehen unheimliche perkussive Pulse unabhängig von der Oszillator-Pitch oder schnelle Glitch-Drones wie von Kreaturen aus Science-Fiction-Filmen.
2. Extreme Zuweisung von MPE / polyphonem Aftertouch
Der GX-80 unterstützt vollständig polyphones Aftertouch und MPE, was der Schlüssel zu seiner „expressiven, wie bei einem akustischen Instrument“ Wirkung ist. * Routing auf Modulationsgeschwindigkeit: Normalerweise wird Aftertouch auf VCF (Filter) oder VCA (Lautstärke) zugewiesen. Versuchen Sie stattdessen, es auf die „Geschwindigkeit des Ring-Mod“ oder die „Geschwindigkeit des Sub-Oszillators (LFO)“ zu legen. Wenn Sie einen Akkord spielen und nur bestimmte Finger stärker drücken, erzittern oder modulieren nur diese Töne heftig metallisch – eine äußerst organische und chaotische Spielweise.
3. Hybrid-Layer aus GX-1-spezifischen Wellenformen und CS-80-Sinus
Ein großes Merkmal des GX-80 ist die Möglichkeit, „nur in der GX-1 vorhandene Wellenformen“ auszuwählen. * Nutzung gefilterter Wellenformen: Wählen Sie im Oszillatorbereich von Rank I / II (Layer) bewusst nicht die CS-80-Wellenformen, sondern die GX-1-spezifischen „hochpassgefilterten Rechteckwellen (Pulse)“ oder „bandbegrenzten Sägezahnwellen“. Mischen Sie darunter den reinen „Sinus“ des CS-80 als Fundament. So entsteht ein Hybrid-Brass, der die dicken analogen Bässe bewahrt und gleichzeitig einen einzigartigen „Glanz“ und „Durchsetzungsfähigkeit“ besitzt, der auch im modernen EDM-Mix nicht untergeht.
4. Vokal- (Formanten-) Synthese mit Dual-Filter (HPF + LPF)
Nutzen Sie die für diesen Synth charakteristische Filterstruktur mit in Reihe geschalteten Hochpass- (HPF) und Tiefpassfiltern (LPF) aus. * Aufbau einer künstlichen Stimmlippe: Stellen Sie die Resonanz beider Filter ziemlich hoch ein, erhöhen Sie die Cutoff-Frequenz des HPF leicht und nähern Sie die des LPF bis knapp an diese an (Schmalband). Bewegen Sie nun mit Touch Response (Aftertouch) oder dem Ribbon-Controller beide Cutoffs gleichzeitig. Die Filterpeaks kreuzen sich und erzeugen einen formantenartigen Sweep, der sich wie menschliche Stimmlippen glatt zwischen Vokalen (z. B. „a“ und „o“) bewegt.
5. Asymmetrische Dual-Layer und getrennte Ringmodulation
Der GX-80 verfügt über zwei völlig unabhängige Synthesizer-Layer: Upper / Lower (Rank I / II). * Weites cineastisches Stereo: Schwenken Sie Rank I hart nach links und Rank II hart nach rechts. Normalerweise wirkt der Ring-Mod auf den gesamten Master-Ausgang, aber mit dem Routing-Schalter oben am Panel können Sie den Ring-Mod nur auf Rank II anwenden. So erklingt aus dem linken Ohr ein reiner, dicker analoger Streicherklang, während aus dem rechten Ohr metallisch knirschende Dissonanzen ertönen – ein cineastisches Pad mit extrem breitem und komplexem Stereobild.